Die Macht der Vorbildwirkung oder der andere Weg der Vermarktung

Als Mitte der 1970er Jahre Playmobil eingeführt wurde, war die Westernwelt ein ganz wesentlicher Bestandteil. So standen Cowboys, Indianer, Sheriffs, Kavallerie und das Fort, das ich als Kind immer gerne gehabt hätte, ganz im Zentrum dieser neuen Spielwelt. Wenn man heute einen Blick in einen aktuellen Playmobilkatalog wirft, sind die Cowboys und Indianer so gut wie verschwunden. Gerade noch eine Nostalgieseite „Überfall in Westerncity“ gibt es im Playmobilkatalog 2011/2012.

Der Blick ins Fernsehen

Das ist nicht verwunderlich. Vielmehr spiegelt es eine generelle Entwicklung wider. Werfen Sie einen Blick auf die Fernsehserien im Vorabendprogramm! Westernserien wie „Die Leute von der Shiloh Ranch“, „Bonanza“ oder „Rauchende Colts“ sind verschwunden. Heute haben wir Krimiserien und Sitcoms. (Würde heute Marlboro-Country noch genauso funktionieren, wenn es sich um eine Neueinführung handeln würde?)

Damit ist auch die „Westernvorbildwirkung“ samt Winnetou und Old Shatterhand aus dem Fernsehen und damit aus den Wohnzimmern verschwunden. Warum sollen Kinder Western nachspielen, wenn es keine „Vorbilder“ dazu mehr im Fernsehen gibt? Das heißt aber auch, dass der Erfolg von Fernsehserien, Spielfilmen oder auch von Büchern wesentlich die Vermarktung vieler Produkte mit beeinflusst. Damit ist aber auch der Rückschluss zulässig, wie man u. U. aktiv die Macht der Medien und damit verbunden deren Vorbildwirkung geschickt für die eigene Vermarktung nutzen kann.

Fritz Strobl und das Skifahren

Interessant dazu ist eine Initiative des Ex-Skirennläufers Fritz Strobl in Österreich. So fürchten seit Jahren die Skigebiete hier in Österreich um ihren Nachwuchs. Ein wesentlicher Grund dafür ist u. a. auch, dass die Schulskikurse zu Lasten von anderen Land- oder Sportschulwochen immer weniger werden.

Deshalb hat Fritz Strobl jetzt die Figur „Fritz Blitz“ erfunden und daraus ein Buchprojekt „Fritz Blitz. Snowcat Adventures – Attacke der Pistenpiraten“ gemacht. (www.fritz-blitz.com) Wird Fritz Blitz ein Erfolg werden? Das kann niemand voraussagen. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn eines ist klar: Wenn dieses Buchprojekt ein großer Erfolg wird, wird es wahrscheinlich mehr für den Ski-Nachwuchs tun als alle möglichen Werbekampagnen in diese Richtung zusammen. Ideal dazu wäre natürlich, wenn es „Fritz Blitz“ dann auch als Zeichentrickserie ins Fernsehen schaffen würde. Denn Erfolg zieht Erfolg an.

Tun statt nur reden

Viele Unternehmen und Branchen hätten heute gerne mehr Kunden. Um diese Kunden zu gewinnen, denken viele gleich einmal an teure Werbung. Oft aber ist der bessere Weg zum Erfolg, der PR-Weg. Nur dazu genügt es meist nicht mehr, einfach nur Pressemitteilungen zu schreiben oder eine Pressekonferenz abzuhalten. Viel besser ist es, etwas zu tun, worüber in welcher Form auch immer berichtet werden kann.

Dies etwa sollte auch Griechenland überlegen. So sind Marathons weltweit als Attraktion auf dem Vormarsch, egal ob in New York, Berlin oder Wien. Was aber ist mit dem Urmarathon? Darüber sollten die Griechen vielleicht einmal nachdenken. So haben auch das Hahnenkammrennen für Kitzbühel und der Nachtslalom für Schladming enorm viel geleistet. Reden, sprich Werbung alleine ist heute oft zu wenig. Das richtige Tun aber kann zu enormer PR und damit zu enormen Erfolg führen, egal ob als Buchprojekt oder als Marathon. Nur sollte man dieses Tun von Anfang an aus Marken- und PR-Sicht entwickeln.

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