Der Ruf des Kuckucks und der Ruf der Marke

Im April des letzten Jahres erschien in England das Buch „The Cuckoo’s Calling“ (Der Ruf des Kuckucks) des Autors Robert Galbraith. Das Buch bekam durchwegs gute Kritiken und verkaufte in den ersten 3 Monaten 1.500 gedruckte und 7000 elektronische Exemplare. Gar nicht schlecht für ein Erstlingswerk.

Produkt versus Marke

Als aber am 14. Juli 2013 durchsickerte, dass hinter dem Autornamen Robert Galbraith sich Joanne K. Rowling, die mit ihren Harry Potter-Büchern reich und berühmt wurde, verberge, stieg das Buch bei Amazon bei den Romanen von Platz 4.709 direkt auf Platz 1 auf. In wenigen Monaten wurden dann über eine Million Exemplare verkauft. Alleine die Erstauflage der deutschen Übersetzung soll 200.000 Stück betragen. Was ist also wichtiger? Der Inhalt des Buchs oder der Name des Autors?

Was ist also wichtiger? Das Produkt oder die Marke? Während viele Unternehmen immer noch hauptsächlich damit beschäftigt sind, bessere Produkte als der Mitbewerb herzustellen, konzentrieren sich die wirklich erfolgreichen Unternehmen auf den Aufbau starker Marken. Aber wie? Dabei kann man jede Menge von Reinhold Messner lernen.

Hillary versus Messner

Sir Edmund Hillary war der erste Mensch, der 1953 den Mount Everest bezwang. Seitdem haben viele Menschen den Gipfel dieses Berges erklommen. Die meisten davon waren sicher besser ausgerüstet als Hillary und wahrscheinlich auch schneller am Gipfel. Nur besser und schneller hilft wenig, wenn man einen bleibenden Eindruck hinterlassen will.

Dies erkannte auch Reinhold Messner ganz klar. So war er auch kein weiterer Bergsteiger, der schneller und besser den Mount Everest bezwang. Er war der Erste ohne künstlichen Sauerstoff. So schuf er sich eine eigene Original-Position in den Köpfen der Kunden und baute eine starke Bergsteiger-Marke.

Die Macht der Marke nie vergessen

Es ist sicher wichtig und richtig, ein gutes Produkt zu haben. Nur es reicht heute nicht mehr. Wenn Sie wirklich erfolgreich werden wollen, sollten Sie vor allem zuerst an das Thema Marke denken. Speziell sollten Sie sich fragen, mit welcher ersten Idee sie welchen Markt erobern und dominieren wollen. Erst dann sollten Sie das dazu passende Produkt entwickeln. Also zuerst Marken-, erst dann Produktdenken.

Erschien im Original in Medianet vom 17. Januat 2014

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