Die Macht des Brandings oder was man von Dita Von Teese lernen kann

Am 5. Mai gastierte Dita Von Teese im Rahmen ihrer Europatournee mit ihrer Show „Glamonatrix“ im Burgtheater in Wien.  Sie wird heute nicht nur als „Königin des Burlesque“ bezeichnet, man kann auch aus Markensicht, vor allem aus Sicht des Brandings bzw. der Namensgebung dreifach von ihr lernen.

(1) Die Macht des Namens erkennen

Wenn man wirklich die Macht des Namens für den eigenen Erfolg perfekt nutzen möchte, muss man zuerst einmal erkennen, welche Bedeutung ein Name für die eigene Marke und vor allem für das eigene Image hat. Dazu erklärte Dita Von Teese in einem Interview: „Heather Sweet zu heißen bedeutete für mich, das blonde Mädchen aus Michigan zu sein, das ich innerlich längst nicht mehr war. Ich wollte eine europäische Fantasie sein, und als ich mich meine naturblonden Haare schwarz färbte nannte ich mich ab da nur mehr Dita.“

(2) Positionierung und Name verknüpfen

Sie erkannte damit klar, wie wichtig es war, dass man Positionierung, Image und Markenname optimal miteinander mental verbindet. Aber sie hatte dabei zusätzlich noch doppelt das Glück der Tüchtigen: Denn als sie sich mit 22 Jahren das erste Mal für den Playboy ablichten ließ, verlangte dieser vor dem Abdruck auch einen Nachnamen. Um ihr europäisch angestrebtes Image noch einmal exotisch, mysteriös und erotisch zu verstärken, entschied sie sich für Von Treese, einen Namen, den sie in einem Telefonbuch gefunden hatte. Das war Glück Nr. 1.

(3) Die Macht von Wortspielen nutzen

Nun zu Glück Nr. 2: Nur Markennamen werden noch stärker und merkfähiger, wenn diese auf Wortspielen wie Doppeldeutigkeit oder auch Alliteration beruhen. Aufgrund eines Tippfehlers beim Playboy wurde dann aus Dita Von Treese der aktuelle Name Dita Von Teese. Auf der einen Seite spielt dieser Name ausgesprochen mit der Doppeldeutigkeit in Bezug auf das Wort „tease“ und auf der anderen Seite ist er ausgesprochen auch alliterierend mit „Di“ und „Tee“.

So gesehen kann man wirklich dreifach von Von Teese lernen, wenn es um das Zusammenspiel von Positionierung, Image und Markenname geht. Das gilt vor allem für Start-up-Unternehmen, die in der Gründungseuphorie oft das Thema Namensgebung massiv unterschätzen. So kommt es laut einer Studie der Otto-Beisheim School of Management sogar bei einem Viertel der Jungunternehmen innerhalb des ersten Jahres noch einmal zu einem Namenswechsel. Das ist keine gute Idee. Besser: Von Anfang an a la Dita Von Teese den einen Namen festlegen, der wirklich den großen Unterschied ausmacht.

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