3 Antworten zu Lacoste ohne Krokodil

  1. Ich habe folgende Erinnerung an Lacoste: Als wir noch ein bisschen jünger waren, gab es in meiner Wahrnehmung Lacoste als Polohemden. Die Marke polarisierte schon damals. Es war für mich die erste Marke „mit der man sich auf die Bühne stellte“ , die etwas aussagte, wie „die Marke leiste ich mir und zeige es“. [Im Markenumfeld war damals übrigens Tennis der immer populärer werdende Sport. Boris haute alle weg und Steffi wurde zur ganz oben thronende Sportgöttin. …..] Um die Jahreszeiten zu verlängern, wurde bei kälterem Wetter auch schon mal ein langes T-Shirt unter dem Lacoste getragen. Was die Marke schon damals tat, sie polarisierte. Einige fanden sie ganz schrecklich, viele fanden sie toll und präsentierten sie am Wochende beim Turnier auf dem Tennisplatz. Die positive Ausweisfunktion hat leider mit den Jahren nachgelassen. Es war dann irgendwann zu poppig-snobbig-bunt. Irgendwann gab es dann auch Hemden etc. mit Krokodil. Hab mir davon vor etlichen Jahren zwei gekauft und trage sie heute noch sehr gern. Letzte Woche war ich zufällig in einem Designeroutlet im Lacosteshop. Hab mir dort die Hemden angeschaut, fand sie ganz fürchterlich und bin schnurstracks gegangen. Schade eigentlich ! Die Marke polarisiert immer noch, aber die meisten von damals sind auf andere Marken mit starkem Logo wie z.B. POLO umgestiegen…. Und wenn die Markenverantwortlichen selbst nicht mehr an das eigene Logo glauben und stolz darauf sind, dann entfernen sie es , womit der alte Mythos untergeht. Apple geht bewusst den richtigen Weg und verziert jedes Produkt visuell mit dem Apfel. Das ist noch eine echte emotionale Stärke gegenüber einem technikratisierten SAMSUNG, die nur auf den Namen setzen. Sollte apple mal auf den Apfel verzichten – was sicherlich nicht passieren wird – wäre apple auch nur noich ein Produkt von vielen. Wie Lacoste!

  2. Jürgen K. schreibt:

    Lacoste (oder LaCotze) wurde in den letzten 30 Jahren zum NoGo (Stand:2020), fast so peinlich wie T-Shirts mit fettem BOSS-Logo vorne am Bierbauch oder heute noch ein SUV zu kaufen. Mag sein, dass die Qualität der Herren-Textilien etwas besser ist und nachhaltiger, als die anderer Marken. Das Image des gutverdienenden Hedonisten alten Stils (ein wenig „Gunter Sachs“) wird von jungen Leuten als megapeinlich vermieden. Aus Marketing-Gründen sollte man die Identifizierung nicht völlig aufgeben. Es genügt aber nicht, das Logo in Textilfarbe unauffälliger zu gestalten. Mein Vorschlag wäre: es in Textilfarbe an die Seitennaht nach unten (also in Gürtelhöhe) zu verbannen, als kleine Textilfahne. Die Textilfahne könnte man notfalls abschneiden oder abtrennen. Ich glaube, dass die Zahl der Leute, denen das Logo peinlich ist, größer ist als die derer, die es noch immer zeigen wollen. Alternativ: eine große Nachhaltigskeits-Kampagne von Lacoste als totaler Imagewechsel , so wie bei Jägermeister..

  3. michaelbrandtner schreibt:

    So drastisch würde ich die Situation nicht sehen. Lacoste hatte einen dramatischen Imageverlust Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre. Nur mittlerweile hat die Marke wieder ihre Fans.

    Liebe Grüße

    Michael Brandtner

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