Die wahre Stratos Lektion oder was man von Red Bull wirklich lernen kann

50 Millionen US-Dollar kostete das Stratos Projekt laut den Medienberichten Red Bull. Von einem Werbegegenwert von bereits über 6 Milliarden US-Dollar wird gesprochen. Manche Experten gehen jetzt schon davon aus, dass dieses Projekt als PR-Case-Study in die PR- und Marketinggeschichte eingehen wird.

Die wahre Lektion

All das mag so sein, aber für die meisten Unternehmen auf dieser Erde kann und wird das Stratos Projekt nie Vorbild sein (können). Dazu ist es a) zu einmalig und b) zu teuer. Die meisten Unternehmen sollten sich auf die Markenlektion dahinter konzentrieren.

Dazu sollte man sich eine entscheidende Frage stellen: Was machte dieses Stratos Projekt überhaupt möglich? Wie konnten sich Red Bull und Dietrich Mateschitz das überhaupt leisten? Die Antwort dazu findet man nicht im Jahr 2012. Die Antwort dazu findet man im Jahr 1987.

Die eine konzeptionelle Idee

Der Erfolg von Red Bull beruht auf dem ersten Energydrink der Welt, der 1987 in einer kleinen und damals ungebräuchlichen 250 ml-Dose auf den Markt kam. Das ist nicht untypisch. So meinte Walt Disney einmal: „Ich hoffe, dass wir niemals eines vergessen: Das Ganze begann mit einer Maus.“ Genauso könnte oder sollte auch Didi Mateschitz sagen: „Ich hoffe, dass wir niemals eines vergessen: Das Ganze begann mit dem ersten Energydrink.“

Wenn man wiederum die Geschichte von General Electric zurückverfolgt, findet man am Anfang Thomas Edison und die Glühbirne. Dyson wird heute von vielen generell als extrem innovatives Unternehmen gesehen. Der Erfolg und dieses Image beruhen aber vor allem auf dem ersten „beutellosen“ Staubsauger.

Und bei Apple müsste der CEO Tim Cook sagen: „Ich hoffe, dass wir niemals eines vergessen: Der endgültige Aufstieg zum wertvollsten Unternehmen der Welt begann mit dem ersten MP3-Player mit Harddisc.“ So war zwar der iPod nicht der erste MP3-Player mit Harddisc auf dem Markt, aber er war der erste, den die Kunden am Markt als Pionier wahrnahmen. Wann immer man ein enorm erfolgreiches Unternehmen studiert, findet man am Anfang des Erfolges in der Regel eine konzeptionelle erste Idee.

Und wie lautet Ihre eine konzeptionelle Idee?

Damit sind wir bei einem wichtigen Punkt: Wenn Sie heute gerne so wären, wie Red Bull, Disney, General Electric, Dyson oder auch Apple, dann sollten Sie das tun, was diese Unternehmen einst taten. Sie sollten die eine konzeptionelle Idee finden und dann besetzen. Dazu müssen Sie nichts erfinden. Oft genügt es, als Erster das Potenzial einer Idee zu erkennen, um dann diese schneller in der Wahrnehmung der Kunden als der Mitbewerb zu besetzen. Wie also lautet Ihre eine konzeptionelle Idee?

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