Die falschen Markenvorbilder?!

Jahr für Jahr präsentiert Interbrand gemeinsam mit BusinessWeek die hundert wertvollsten Marken dieser Welt. Aber diese Marken werden nicht nur bewundert, sie sind für viele auch die „Benchmarks“ in der modernen Markenführung. So füllen diese Marken nicht nur diese Top 100-Liste, sondern auch unzählige Marken- und Lehrbücher, um aufzuzeigen, wie man heute Marken erfolgreich baut.

Die große Frage: Wirklich als Vorbild oder Benchmark geeignet?

Dabei taucht aber eine Frage auf: Sind diese Mega-Marken wirklich als Vorbilder oder Benchmark geeignet, wenn man selbst eine starke Marke für die Zukunft bauen will? Die Antwort darauf kann nur „ja“ und „nein“ lauten:

Zuerst zum „nein“: Niemand sollte die Strategien und Taktiken dieser Unternehmen kopieren, der nicht dieselben Ressourcen und dieselbe dominante Marktposition in seinem Markt besitzt. Nur genau das tun leider viele kleinere und mittlere Unternehmen. Sie nehmen sich das aktuelle Verhalten von Top-Marken als Vorbild und wundern sich, warum das Ganze nicht wie erwartet funktioniert.

Nun zum „ja“. Wenn aber die Geschichte dieser Marken studiert, kann man viel für das eigene Unternehmen und die eigenen Marken lernen. Denn die meisten dieser Unternehmen starteten „klein“. Es waren Unternehmer wie Bill Gates und Paul Allen, Karl Benz und Gottfried Daimler, Steve Jobs und Steve Wozniak, Sergey Brin und Larry Page, Jeff Bezos, Walt Disney, Ray Kroc, Michael Dell oder Sam Walton. Dies gilt nicht für diese Weltmarken. Dies gilt auch für unsere österreichischen Erfolgsmarken wie etwa Rosenbauer, Internorm, Team 7, Neuburger oder Zotter.

Zwei wesentliche Erfolgsfaktoren

Und dabei stechen regelmäßig zwei Erfolgsfaktoren ins Auge: (1) Diese Marken werden in ihrem Bereich als das Original oder als Marktführer wahrgenommen, indem diese als Erste eine erste Idee in den Köpfen der Kunden besetzten. (2) Die Inhaber dieser Marken hatten die Geduld, um konsequent auf diese eine Idee zu setzen.

Und was kann man daraus lernen? Ganz einfach: Wenn man wirklich beim Markenaufbau von den besten Marken der Welt lernen will, sollte man deren Geschichte, nicht deren Gegenwart studieren, um dann selbst die eine ureigene Idee zu finden, die mit viel Geduld und viel Geduld das eigene Angebot zu einer starken dominanten Marke macht.

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Eine Antwort zu Die falschen Markenvorbilder?!

  1. J. Genath schreibt:

    Buchempfehlungen zur Geschichte einer Marke:
    The Body Shop Story, Anita Roddick 🙂
    Von ganz unten zum King of Fashin – Christian Audigier – Der Gründer von Ed Hardy

    Sehr lehrreich (auch oder gerade aus Fehlern kann man lernen): Die Michael Cromer München Story: Von Haien umgeben und von Neidern hintergangen; ein detaillierter, geplanter Ruin.

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