Die Eddie the Eagle Lektion der Markenpositionierung oder warum mehr Strategie mehr Anstrengung schlägt

Von Kindesbeinen an gehört das Wort „mehr“ zum grundlegenden Vokabular, wenn es um mehr Erfolg geht. Das gilt nicht nur für uns Menschen, die sich mehr anstrengen sollen, mehr lernen sollen, mehr trainieren sollen, sich mehr Projekten annehmen sollen und natürlich noch viel mehr Überstunden leisten sollen. Das gilt auch für Unternehmen, die ihren Erfolg mit noch mehr Produkten, noch mehr Dienstleistungen, noch mehr Werbung und noch viel mehr Produktivität suchen.

Mehr versus mehr

Nur bevor man sich operativ mit dem Thema „Mehr“ beschäftigt, sollte man sich strategisch mit dem Thema „Mehr“ auseinandersetzen. Interessant dazu ist die Geschichte von Michael Edwards, vielen immer noch besser bekannt als „Eddie the Eagle“. Bereits als kleines Kind träumte der Brite davon, bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Nur das ist in einem Land wie Großbritannien alles andere als einfach. So bleibt dieser Traum auch für die meisten Sportler unerfüllt, egal wie hart und ausdauernd man auch trainiert. Zuerst versuchte sich Eddie erfolglos im Judo, im Volleyball und im Pferdesport. Nur überall war die Konkurrenz zu groß.

Aber dann änderte er seine Strategie. Er begann die Suche nicht bei seinen eigenen Talenten, sondern im Umfeld. Dabei stieß er auf das Schispringen. Das war eine olympische Disziplin, die damals kein einziger britischer Sportler ausübte. Er positionierte sich fortan als einziger, britischer Schispringer. 1987 nahm er dann an den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf teil und belegte unter den 58 Springern den letzten Platz. Seine dort gesprungenen 73,5 Meter bedeuteten aber britischen Rekord und erlaubten ihm so die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Calgary. (Auch dort belegte er in beiden Springen jeweils den letzten Platz.) Er wurde so der perfekte „Anti-Skispringer“ und enorm populär.

Chancen erkennen und nutzen

Viele Unternehmen verkaufen sich heute weit unter ihrem möglichen Potenzial, weil sie gerne besser als ihre großen Mitbewerber wären. Viel besser: Man findet eine freie Position, in der man selbst eine Spitzenstellung einnehmen kann. Und viele dieser Chancen findet man nicht im eigenen Unternehmen, sondern – so wie Eddie the Eagle – im Umfeld. Seine Lebens- und Erfolgsgeschichte wurde 2016 schlussendlich sogar verfilmt.

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