Google oder wie man von Platz 1 auf Platz 21 zurückfällt

Vor kurzem veröffentliche Future Brand wieder die 100 wertvollsten Unternehmensmarken der Welt. 2015 waren die Top 3: Google, Apple und Microsoft. 2016 stieß Apple Google vom Thron. So lauten die Top 3 2016: Apple, Microsoft und Samsung.

Altes Markendenken

Dabei war gar nicht der Marken- und Markterfolg von Apple für diesen Führungswechsel verantwortlich. Vielmehr war es Google selbst. Denn seit gut einem Jahr firmiert Google unter dem neuen Unternehmensnamen Alphabet. So schaffte es Google auch dieses Jahr in die Top 100, aber nur mehr auf Platz 21. Nur schneidet laut Future Brand Alphabet bei allen erhobenen Faktoren und Werten schlechter als Google ab.

Dabei war diese Art der Markenarchitektur einmal eine klare Vorbildstrategie für die Markenführung, die von Konzernen wie Procter & Gamble, Unilever oder auch General Motors vorgelebt wurde. Aber selbst P&G, Unilever und GM versuchen immer wieder mit Werbekampagnen ihre Unternehmensmarken mit ins Spiel zu bringen. In vielen Fällen geht es dabei sicher um das Corporate-Ego, aber vor allem geht es um die Unternehmensmarke in Bezug auf Finanz- und Personalmarkt.

Neues Markendenken

Aber es gibt einen besseren Weg, nämlich den, dass die Unternehmensmarke denselben Namen wie das Hauptprodukt hat. Manche denken jetzt vielleicht an Coca-Cola, VW oder auch Toyota. So bin ich mir sicher, dass etwa Beiersdorf über Nacht als Konzernmarke auf dem Finanz- und Personalmarkt massiv an Wert, Image und Reputation gewinnen würde, wenn man sich in Nivea AG umtaufen würde.

Dies sollte man auch bei Google bedenken, um den Unternehmensnamen von Alphabet wieder auf Google zu ändern. Damit würde man nicht nur über Nacht wieder in die Top 3 oder sogar auf Platz 1 vorstoßen. Man würde so auch die eigene Markenarchitektur wieder vereinfachen. Denn, wann immer man heute einen Artikel über die Erfolge von Alphabet liest, wird natürlich von den analogen und digitalen Medien erwähnt, dass das die Mutter von Google ist.

Eine Marke weniger, eine Marke mehr

Gerade in Zeiten wie diesen kann eine erfolgreiche und bekannte Unternehmensmarke einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisten, um darunter neue Marken zu bauen oder auch durch Zukauf neue Marken zu integrieren. Dies zeigte und zeigt Apple mit Marken wie iPhone, iPad, iPod oder iTunes. Dies zeigte auch Google mit YouTube und Android.

Wenn man also Google wieder zur Unternehmensmarke machen würde, hätte man eine unnötige Marke (Alphabet) weniger, gleichzeitig aber könnte man dem Google Auto (Google Driveless Car) endlich einen eigenständigen Markennamen und damit eine eigenständige Markenidentität geben. Man hätte damit die gleiche Markenanzahl, aber wieder eine für den Markt klarere und nachvollziehbarere Struktur. Und genau das sollten Marken tun, nämlich auf Märkten mentale Ordnung schaffen statt Märkte unnötig zu verwirren.

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