Die Markenlektion der Hidden Champions und warum Fokussierung alleine zu wenig ist

Ein wesentliches zentrales Erfolgselement der sogenannten Hidden Champions lautet Fokus. So erklärte auch Managementexperte Hermann Simon, der den Begriff „Hidden Champions“ prägte, kürzlich: „„Nur Fokus führt zur Weltklasse. Die Hidden Champions sind auf ihre Technologien und Märkte fokussiert. Durch Tiefe schaffen sie einzigartige Produkte, mit denen sie besser sind als alle anderen. Und darauf konzentrieren sie sich.“

25 Jahre „Focus“

Nur Fokussierung im Sinne von Spezialisierung alleine ist zu wenig. So schrieb Al Ries vor 25 Jahren, kurz nach der Trennung von seinem Langzeitberatungspartner Jack Trout, an seinem Manuskript für das Buch „Focus: The Future of Your Company Depends on It“. Auch in diesem Buch geht es um Spezialisierung. Nur kommt ein wesentliches Element hinzu, nämlich die Wahrnehmung der Kunden.

Es geht also nicht nur darum, dass man sich auf ein bestimmtes Gebiet, egal ob Produkt, Dienstleistung, Zielgruppe oder Vertriebsweg spezialisiert, es geht vor allem darum, dass man diese „Spezialität „ in den Köpfen der Kunden besitzt. Das heißt: Es macht keinen Sinn, dass man sich auf etwas Spezifisches spezialisiert, wenn dieses Spezifische bereits in der Wahrnehmung der Kunden von einer anderen Marke besetzt ist.

Von Simon-Kucher lernen

Nehmen Sie etwa Simon, Kucher & Partners selbst. Diese Unternehmensberatung wurde mit der Idee „Preismanagement“ groß. Dazu konnte man kürzlich folgende Zeilen im Internet lesen: „1985 gründete er [Hermann Simon] die Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners, die heute Weltmarktführer in der Preisberatung ist.“

Das bestätigt ganz klar, wie wichtig das Prinzip Fokussierung als Basis zum Marken- und Markterfolg ist. Das ist die eine Seite zum Erfolg. Die andere Seite zum Erfolg ist aber die, dass vor Simon-Kucher niemand aktiv diese Position besetzt hatte. Wäre die Position bereits von einer anderen Unternehmensberatung in der Wahrnehmung der Kunden besetzt gewesen, hätte die ganze Fokussierung darauf wenig gebracht.

Den Wettbewerb studieren und verstehen

Fazit: Viele Unternehmen scheitern beim Positionieren ihrer Marken, weil man ignoriert, dass die angestrebte Position bereits besetzt ist. Viele Unternehmen verbauen sich aber auch große Chancen, da man auf Ideen verzichtet, weil diese bereits von anderen Unternehmen am Markt angeboten werden. So gesehen hätte sich Tesla nicht auf Elektroautos fokussieren dürfen, denn Nissan war bereits mit dem Leaf das meistverkaufte Elektroauto dieser Erde. Nur hatte man es bei Nissan versäumt, diese Position nachhaltig mental zu besetzen. So gesehen war die Position für Tesla frei und die Fokussierung darauf der Schlüssel zum Erfolg. Learning: Vergessen Sie nie auf die Wahrnehmung der Kunden beim Entwickeln Ihrer grundlegenden Marken- und Unternehmensstrategie!

Dieser Beitrag wurde unter Al Ries, Elektromobilität, Fokussierung, Management, Marke, Markenführung, Markenfokus, Markenlektion, Markenpositionierung, Positionierung, Ries Global, Strategie, Wahrnehmung, Wettbewerb, Zukunft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Die Markenlektion der Hidden Champions und warum Fokussierung alleine zu wenig ist

  1. Christoph Rohrbacher schreibt:

    Sehr gute Empfehlung – und das alles AS(short)AP 😉👍🙏

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s