Markenpotenzial vs. Markenpositionierung oder warum ein Produktflop für eine Marke besser als ein Produkterfolg sein kann

In der Ausgabe 7/2012 von Auto, Motor und Sport findet man folgende Zeilen: „Glaubt man den Schätzungen des Prognose-Instituts IHS, hat Mercedes in der Kompaktklasse das größere Absatzpotential.“ Dabei wurde das Absatzpotential der Audi A3-Familie mit dem Absatzpotential der Mercedes A/B-Familie verglichen. In Werben & Verkaufen hieß es in der Ausgabe 11/2012: „Mercedes-Benz Markenchef Anders-Sundt Jensen erklärt, wie er mit der neuen A-Klasse über 50 Prozent Neukunden erobern will.“

Perfekt aus Sicht der A- und B-Klasse

Wenn man dies aus der Sicht von A- und B-Klasse betrachtet, dann sieht das nach einer perfekten Zukunft aus. So etwa hat die B-Klasse laut dem obigen w&v-Artikel bereits heute eine Neukundeneroberungsrate von 30 Prozent. Wie es aussieht, ist Mercedes-Benz dabei, wieder Terrain gegen den 1er BMW und gegen den Audi A3 gutzumachen. So hat etwa auch Dieter Zetsche über die A-Klasse gesagt: „A wie Angriff, A wie Attacke.“

Genauso geht es in vielen Unternehmen heute: Man denkt in Produkten oder auch in Produktgruppen. Man denkt in A-Klasse, in B-Klasse, in C-Klasse, in E-Klasse, M-Klasse, R-Klasse und S-Klasse. Man denkt unter Umständen auch noch darüber nach, ob und wie sich diese Produkte bzw. Produktgruppen kannibalisieren könnten. Aber leider denkt man anscheinend nicht den entscheidenden Schritt weiter.

Perfekt aus Sicht von Mercedes-Benz?

Wie aber denken Kunden über Marken? Kunden haben im Gegensatz zu Marken- und Marketingmanagern einen Gesamteindruck von einer Marke. Und was wird passieren, wenn die A-Klasse und die B-Klasse in Deutschland enorm erfolgreich werden, also das Straßenbild und damit Mercedes-Benz in Summe noch mehr als bisher prägen?

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BlackBerry: Ein Schritt zurück und … zwei Schritte vorwärts

„BlackBerry kappt Konsumentengeschäft“, hieß es in der Tageszeitung Der Standard vom 31. März dieses Jahres. Keine schlechte Idee! So schrieb ich am 9. Januar dieses Jahres an dieser Stelle in meinem Blog-Beitrag „Das Markencredo für 2012: Fokus, Fokus, Fokus, Fokus und Fokus“:

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Marktführerschaft und Marktanteil: Als Unternehmensziele geeignet oder nicht!?

Wie geeignet und wichtig sind Marktanteil und damit auch Marktführerschaft wirklich als Unternehmensziel und damit auch für den dauerhaften Markterfolg? Die kritischen Stimmen werden mehr: So etwa fordert Hermann Simon eine langfristige Gewinn- statt einer einseitigen Umsatzorientierung. Malte W. Wilkes sieht sogar das Ende der McKinsey-Denke in Richtung Marktführerschaft und meinte kürzlich hier sogar auf Marketing-Site.de: „McKinsey’s Thron wackelt“.

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Die Zukunft der Markenpositionierung: Hämmern Sie Ihre Idee mit dem richtigen visuellen Hammer

Am 12. März dieses Jahres erschien das neue Buch meiner US-Beratungspartnerin Laura Ries mit dem Titel „Visual Hammer“ exklusiv bei iBooks. Zurzeit übersetze und schreibe ich als Mitautor an der deutschen Fassung. Dieses neue Buch greift nicht nur das klassische Positioning-Konzept von Al Ries und Jack Trout auf, es repositioniert auch dieses Konzept.

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Die wichtigste Frage im Marketing

Was ist heute die wichtigste Frage im Marketing, wahrscheinlich in der Unternehmensführung generell? Die Antwort darauf ist aus meiner Warte einfach, nämlich die: „Mit welcher Idee wollen wir welchen Markt dauerhaft dominieren?“

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Der neue Lufthansa-Claim im Doppeltest

Im Horizont vom 1. März dieses Jahres hieß es: „Wie der Kranich jetzt abhebt: Lufthansa startet erste Werbekampagne von Kolle Rebbe mit neuem Claim und Shift in Richtung TV“. Der neue Claim lautet dabei „Nonstop you“. Dieser löst den alten Claim „There’s no better way to fly“ ab. Ist der neue Claim jetzt besser als der alte? Dazu sollte man einen einfachen Doppeltest machen.

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Das Klimt-Jahr und was man aus Markensicht daraus lernen kann

Vor 150 Jahren wurde Gustav Klimt geboren, genau am 14. Juli 1862. So ist es auch kein Wunder, dass fast alle österreichischen Tageszeitungen zurzeit über Klimt, sein Leben und seine Werke berichten. Die Oberösterreichischen Nachrichten widmeten am Montag, dem 20. Februar 2012 Gustav Klimt sogar eine Doppelseite. In Summe waren es sechs Einzelartikel: „Die Gold-Adele und das „arme Mitzerl“, „Die Kunst – das Leben: 150 Jahre Gustav Klimt“, „Schneiberl, Barbie, Bussibär“, „Mit Emilie auf Sommerfrische“, „Die teuersten und das berühmteste“ und „Klimt – in Wort und Bild neu begleitet“.

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Das Marketing ist tot, es lebe das Branding: 4 Thesen über die Zukunft von Marketing und Branding

In letzter Zeit hört und liest man immer öfter, dass das Marketing an Einfluss in Unternehmen verliert oder sogar mausetot sei. So meinte erst kürzlich ein Unternehmensberater auf Marketing-Site.de, dass das Marketing durch „Customer Centricity“ abgelöst werde.

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Double Branding: Der nächste Schritt zur Markengleichmacherei

Von Michael Brandtner und Heinz Günther

Jetzt springt auch Procter & Gamble auf den fahrenden Zug auf. So hieß es auf der Titelseite von Werben & Verkaufen 5/2012: „Procter & Gamble: Der Konzern entdeckt die Dachmarke“. In Zukunft will man die Marke P&G in der Kommunikation mehr in den Mittelpunkt stellen. Die Kunden sollten also wissen, wer hinter den Marken steht. Man geht also den Weg, den bereits Konzerne wie Nestle, Kraft Foods, Unilever oder Henkel eingeschlagen haben.

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Wenn der USP zum Sargnagel wird oder warum in einer Markenkrise kein USP ein enormer Vorteil sein kann

Immer wieder liest man in Zeitungen und Zeitschriften über Marken in der Krise. In der Regel geht es in diesen Artikeln dann um zwei Bereiche: (1) Was sind die Ursachen für die Krise? (2) Wie kann man die Marke aus der Krise führen? Nur eine Frage wird dabei in unserer Welt des positiven Denkens viel zu selten gestellt: Kann man die Marke überhaupt retten? Das ist aus meiner Warte eine sehr wichtige Frage. Denn was bringt es, wenn man Zeit und Geld in etwas investiert, das nicht zu retten ist. Ein wesentliches Indiz dafür, dass eine Marke unrettbar ist bzw. sein könnte, ist, wenn der USP der Marke selbst der Krisenauslöser ist.

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